Richard Bartle

Analyst Richard Bartle prophezeit Ende von Free to Play

Richard Bartle ist ein anerkannter Analyst und spezialisiert auf Computerspiele. Er meint, dass das Ende des Free to Play-Modells bald bevorstehen würde.

Auf der Develop Konferenz in Brighton lieferte sich der Co-Erfinder des ersten MUDs mit dem Free to Play-Befürworter Nicholas Lovell ein Diskussionsduell rund um die Zukunft von Free to Play. Bartle meint: „Es wird sich langsam auflösen, da diejenigen, die Spiele spielen, erkennen werden, dass man sie abzockt und dann hören sie auf, Free to Play-Spiele zu spielen. Es wird sich auflösen, weil es nur eine bestimmte Anzahl an Spielern gibt, die bereits dazu sind, enorme Mengen an Geld aufzubringen und für diese Leute ist die Konkurrenz einfach zu groß. Außerdem wird es sich auflösen, weil sich die Art der Spiele, die man spielen will, verändert. Je mehr Spiele man spielen möchte, um so anspruchsvoller soll der Content sein. Und wenn man ein anspruchsvolles Spiel haben möchte, dann wird Free to Play zu einem größeren Problem, da man ein Gespür für Fairness entwickelt.“

Ein weiteres Problem dieses Geschäftsmodells sei auch, dass es unberechenbar sei. In einem Spiel müsse man etwa 18 Items sammeln und erkennt dann bei Nummer 17, dass man entweder sehr lang braucht, um das letzte zu bekommen oder Geld dafür bezahlen muss. In einem anderen Spiel könnte diese Hürde anders sein. Und immer wäre es eine Hürde, die Spieler verärgert. Bartle vergleicht dies mit dem Wilden Westen, der sich normalisieren müsse, sodass man gleich wüsste, wofür man Geld bezahlen muss. Aber dies könne noch Jahre dauern.

Nicholas Lovell versteht die Bedenken von Bartle, meint aber, dass die Spieleindustrie sehr kreativ sei und man Wege finden wird, zwar trotzdem Unmengen an Geld von den Spielern zu kassieren, die manipulativen Methoden aber verschwinden würden. Der Markt würde sich weiterentwickeln, indem man mit den Spielern zusammen arbeitet anstatt gegen sie. Deswegen würde auch immer mehr Geld in digitale Inhalte investiert werden. Bartle dagegen meint, dass Entwickler die Nachteile des Free to Play-Modells erkannt hätte und dieses in Zukunft immer weniger nutzen wollten. Denn die meisten Entwickler würden Spiele entwickeln, weil sie wollen, dass Kunden damit Spaß hätten und nicht davon frustriert werden.

Tags News

Share this post

3 comments

Add yours
  1. Pokerkeks 10 Juli, 2014 at 17:00 Antworten

    Naja, ich bin auch gegen Free to Play, Pay to Play ala GW2 finde ich super, oder halt monatlch bezahlen und man hat ALLES was das Spiel zu bieten hat.

    • Jamie BenBenkw 10 Juli, 2014 at 23:28 Antworten

      Ja aber wie das oben steht wird es ja nicht passieren eher gehts Abo F2P läuft besser auch wenn es den Fun mies macht für manche wegen P2W was ja nicht in jedem Game ist

Post a new comment