Vindictus Arisha Screenshot

MMORPG-Markt in Südkorea steckt in der Krise

Bisher galt der Markt der MMORPGs in Südkorea als de letzte Bastion des Genres.

In Südkorea wurde bisher exzessiv online gespielt und es erschienen immer neue MMOs, die sich zu einem großen Teil sogar auf dem Markt halten konnten.

Doch laut einem Bericht der Financial Times hat sich dies in letzter Zeit drastisch geändert. Die Spielerzahlen brechen drastisch ein, die Geschäftsergebnisse der großen Unternehmen lassen immer mehr zu wünschen übrig. Südkorea steht vor einem ähnlichen Problem wie der Westen. MMORPGs erreichen einfach nicht mehr so die Massen, wie dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Experten glauben, dass dies mit am Boom der Mobile Games liegt. Es ist einfacher und bequemer am Smartphone zu spielen und die Spiele für Handys werden zudem immer aufwändiger und komplexer. Es scheint so, als würde sich das Verhalten der Spieler langsam aber sicher verändern – weg von langen, tiefgründigen MMORPGs, bei denen man stundenlang Raids erledigen muss, hin zu kürzeren Spielen, die schnelle Erfolgserlebnisse liefern.

Sollte die letzte Bastion Südkorea fallen, dann könnte sich dies auf den gesamten Markt der MMORPGs auswirken. Das Genre wird nicht verschwinden. Es hat sich etabliert, es gibt viele Spieler, die MMOs mögen und gerne spielen. Doch der große Boom scheint ganz einfach vorbei zu sein. MMORPGs werden ein Genre wie jedes andere mit Höhen und Tiefen. Derzeit befindet man sich in einem Tief, doch wenn Entwickler neue Technologien nutzen und neue Ideen einbringen, dann könnte wieder ein Hoch folgen. Hier könnte Virtual Reality eine große Rolle spielen, was völlig neue virtuelle Welten ermöglichen kann.

Das Genre der MMORPGs ist also nicht dem Ende geweiht. Es geht den Weg, den jedes Genre im Bereich der Computerspiele geht. Nach einem anfänglichen Boom, pendelt es sich ein, erkämpft sich seinen Platz und durchlebt immer wieder Berg- und Talfahrten.

Share this post

No comments

Add yours