wizardry online

Permadeath MMORPG Wizardry Online wird eingestellt

Das MMORPG Wizardry Online wurde nun komplett eingestellt.

Nachdem die Server des MMOs schon Ende Juli 2014 in Europa und den USA offline genommen wurde, folgte nun auch die Version in Japan. Damit ist das Onlinespiel offiziell „tot“.

Wizardry Online basierte auf der bekannten RPG Serie Wizardry, welche in den 1980er und 1990er Jahren große Erfolge einfahren konnte. Die Onlineversion wurde Anfang 2013 gestartet und wollte die Spieler mit einigen Besonderheiten überzeugen. Wizardry Online richtete sich an Hardcore Gamer, denn der Schwierigkeitsgrad war enorm hoch. Die Kämpfe in den riesigen Dungeons hatten es in sich und nicht selten fiel man einem Drachen oder auch nur einer Falle zum Opfer. Das hatte mitunter fatale Folgen. Denn jedes Ableben erhöhte die Chance, dass er Charakter für immer verloren war. Dieses Permadeath System reizte viele, vor allem, da es in Kombination mit dem offenen PvP System für eine große Spannung sorgte. 

Da andere Spieler einen jederzeit und überall angreifen konnten, war man nirgends sicher. Es kam nicht selten vor, dass sich ein Gefährte plötzlich als feind entpuppte und einen hinterrücks ermordete, wodurch man seinen Helden verlor. Allerdings war dieser hohe Schwierigkeitsgrad auch der Grund, warum sich das Spiel nicht durchsetzen konnte. Viele zeigten sich nach einiger Zeit und mit vielen verlorenen Helden frustriert und es blieb nur eine kleiner treue Spielerschaft übrig. Diese war aber nicht genug, um den Betrieb des MMORPGs länger aufrecht zu erhalten.

Und so wurden die Server nun endgültig abgeschaltet. Wizardry Online ist Geschichte. Ob man nochmal ein Spiel in der bekannten RPG Serie sehen wird, ist fraglich. Denn die Rechtesituation scheint obendrein ziemlich verworren zu sein. Mit dem derzeitigen Boom von Retrogames wäre ein klassisches Wizardry aber vielleicht etwas, was durchaus Erfolg haben könnte…

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5 comments

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  1. Setios 4 Januar, 2019 at 18:33 Antworten

    […]und mit vielen verlorenen Helden[…] Dazu muss ich sagen, dass kaum jemand unbeabsichtigt seinen Charakter verloren hat. Man hatte immer die Chance einen Charakter wiederzubeleben und sogar in der Stadt eine erhöhte Chance, wobei man sich einmal alle 12 Stunden direkt in die Stadt teleportieren konnte. Zudem kann man immer Items opfern, um die Chance zu erhöhen. Selbst wenn die Wiederbelebung einmal fehlschlagen sollte, kann man es ein weiteres mal versuchen. Es gibt Leute die ihren Charakter absichtlich getötet haben und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dieses Vorhaben sehr langwierig sein kann, bis es mal klappt. Man musste schon sehr geistesabweisend sein, um seinen Charakter unabsichtlich zu verlieren xD Die andere Sache ist, dass sich viele Leute durch den Permatod abgeschreckt fühlten. Der Publisher Sony Online Entertainment (=SOE) hat dieses Feature aber falsch dargestellt, da es in Wahrheit kaum eine Rolle spielte. Noch dazu musste man immer wieder lange auf neuen Content warten. SOE’s Marketing war zudem kaum vorhanden. Vor allem die fehlende Werbung, aber auch die falsche Darstellung des Permatods und der extrem langsame Contentnachschub haben dafür gesorgt, dass die Spielerzahlen mehr als deutlich zurück blieben.

  2. Setios 4 Januar, 2019 at 18:36 Antworten

    „[…] und mit vielen verlorenen Helden […]“
    Dazu muss ich sagen, dass kaum jemand unbeabsichtigt seinen Charakter verloren hat. Man hatte immer die Chance einen Charakter wiederzubeleben und sogar in der Stadt eine erhöhte Chance, wobei man sich einmal alle 12 Stunden direkt in die Stadt teleportieren konnte. Zudem kann man immer Items opfern, um die Chance zu erhöhen. Selbst wenn die Wiederbelebung einmal fehlschlagen sollte, kann man es ein weiteres mal versuchen. Es gibt Leute die ihren Charakter absichtlich getötet haben und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dieses Vorhaben sehr langwierig sein kann, bis es mal klappt. Man musste schon sehr geistesabweisend sein, um seinen Charakter unabsichtlich zu verlieren xD (1/2)

  3. Setios 4 Januar, 2019 at 18:38 Antworten

    „[…] und mit vielen verlorenen Helden […]“
    Dazu muss ich sagen, dass kaum jemand unbeabsichtigt seinen Charakter verloren hat. Man hatte immer die Chance einen Charakter wiederzubeleben und sogar in der Stadt eine erhöhte Chance, wobei man sich einmal alle 12 Stunden direkt in die Stadt teleportieren konnte.

  4. Setios 4 Januar, 2019 at 18:58 Antworten

    „[…] und mit vielen verlorenen Helden […]“
    Dazu muss ich sagen, dass kaum jemand unbeabsichtigt einen Charakter verloren hat. Man hatte immer die Chance, einen Charakter wiederzubeleben und sogar in der Stadt eine erhöhte Chance, wobei man sich einmal alle 12 Stunden direkt in die Stadt teleportieren konnte. Zudem kann man immer Items opfern, um die Chance zu erhöhen. Eine Chance von 100 % konnte man stets sehr leicht erreichen. Selbst wenn die Wiederbelebung einmal fehlschlagen sollte, kann man es ein weiteres Mal versuchen. Es gibt Leute, die einen Charakter absichtlich permanent sterben lassen haben und aus eigener Erfahrung kann sich sagen, dass sich dieses Vorhaben sehr langwierig gestalten kann. Man musste schon geistesabwesend und sehr unvorsichtig sein, um einen Charakter unbeabsichtigt zu verlieren xD

    Die Sache ist, dass sich viele potentielle Spieler durch den Permatod abgeschreckt fühlten. Der Publisher Sony Online Entertainment (= SOE) hat diese Funktion aber falsch dargestellt, da es in Wahrheit kaum eine Rolle spielt, wie ich zuvor beschrieben habe. Des Weiteren musste man immer wieder lang auf neuen Content warten. SOE’s Marketing war zudem kaum vorhanden.

    Vor allem die fehlende Werbung, aber auch die falsche Darstellung des Permatods und der extrem langsame Contentnachschub haben dafür gesorgt, dass die Spielzahlen mehr als deutlich zurück blieben.

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