Blizzard

Rob Pardo möchte E-Sport als olympische Disziplin

Ist E-Sport wirklich ein Sport? Wenn es nach Rob Pardo, ehemaligem Vizepräsident für Game-Design bei Blizzard, geht, dann schon. Laut ihm sollte E-Sport sogar als olympische Disziplin gelten.

Man bewegt sich nicht wirklich vor dem Monitor und dennoch werden Spiele wie League of Legends oder Counter-Strike als E-Sport angesehen. Nun möchte der ehemalige Blizzard-Mitarbeiter Rob Pardo E-Sport sogar als olympische Disziplin einführen. Doch das wird alles andere als einfach werden.

In einem Interview mit bbc.com erklärt Pardo: „Es gibt sehr gute Argumente, die dafür sprechen, dass E-Sport zu den Olympischen Spielen gehören sollte. Ich glaube, die Art und Weise wie wir den E-Sport sehen, ist, dass er kompetitive Fähigkeiten erfordert. Man muss sich doch nur einmal diese professionellen Spieler und ihre blitzschnellen Reflexe anschauen. Außerdem müssen sie andauernd schnelle Entscheidungen treffen.“

Pardo ist sich aber auch im Klaren darüber, dass man E-Sport nicht einfach so in die Olympischen Spiele einführen können wird. Dies würde viel Zeit und Überzeugungsarbeit bedeuten, vor allem, was die Definition von Sport angeht. Pardo erklärt daher weiter: „Wenn man Sport als etwas definiert, das jede Menge körperliche Anstrengung benötigt, dann ist es schwierig, zu argumentieren, dass Videospiele ein Sport sein sollen. Gleichzeitig aber schaue ich mir Dinge an, die bereits bei Olympia etabliert sind und dann fange ich an, diese Definition in Frage zu stellen“.

Ob und wann E-Sport daher als olympische Disziplin eingeführt wird, steht also noch in den Sternen.

Rob Pardo arbeitet nach seinem Weggang von Blizzard an einem neuen Projekt, wollte bisher aber noch nicht verraten, worum es sich dabei handelt. Eventuell ist es etwas, das mit dem Thema E-Sport zusammenhängt, wenn er sich derzeit so dafür einsetzt. Bestimmt werden wir 2015 mehr über sein Projekt erfahren.

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