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Spielesucht: Mann rast mit Auto in Nexon-Büro

In der südkoreanischen Stadt Seongnam, die nahe der Hauptstadt Seoul liegt, ist am Sonntag ein 33 Jahre alter Mann mit einem Auto in die Büroräume des Hauptsitzes von Publisher Nexon gerast.

Wie The Korea Herald schreibt, ging dabei eine Glastür zu Bruch, verletzt wurde zum Glück niemand. Der Täter beschuldigt Nexon, „sein Leben ruiniert zu haben“. Er selbst kommt aus China und reiste für drei Monate nach Südkorea, wo sein älterer Bruder lebt. Dem gehört auch das Auto, der Täter selbst hat keinen gültigen Führerschein. Außerdem wurde bei ihm eine erhöhte Blutalkoholkonzentration festgestellt.

Er gab gegenüber der örtlichen Polizei zu, einen Fehler gemacht zu haben. Er sei wütend auf Nexon gewesen, weil er süchtig nach den Spielen des Publishers geworden sei. Er habe im Affekt gehandelt, nachdem er sich betrunken hatte. Ob das stimmt oder er nur die erstbeste Erklärung abgegeben hat, sei einmal dahingestellt. Fest steht jedenfalls, dass die Sucht nach Computer- und Videospielen kein Thema ist, dass man unterschätzen sollte. Gerade in Südkorea, wo Spiele einen so hohen Stellenwert gerade bei jungen Menschen genießen wie in kaum einem anderen Land, ist es ein großes Problem. Vor einigen Jahren hatte die Regierung daher schon ein Verbot verhängt, das Jugendliche davon abhalten sollte, nach Mitternacht weiterzuzocken.

Nexon ist einer der größten Publisher von Free-to-Play-Spielen und MMOs in Südkorea und auch international bekannt. Zum Portfolio des Unternehmens zählen zum Beispiel die Multiplayer-Shooter War Rock und Dirty Bomb, aber auch die Online-Rollenspiele Vindictus und Dragon Nest. Bis vor kurzem war Nexon auch noch für Atlantica Online verantwortlich, hat das Publishing aber mittlerweile abgegeben.

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