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Warum viele MMOs auf Kickstarter nicht erfolgreich sind

Kickstarter hat sich über die letzten Jahre als eine interessante und oft auch erfolgreiche Methode erwiesen, Computerspiele zu finanzieren – nicht jedoch MMORPGs.

Viele Single Player-Spiele wie Wasteland 2, Torment: Tides of Numenera oder Pillars of Eternity konnte sehr erfolgreich über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanziert werden. Doch bei MMORPGs sieht dies etwas anders aus. Nur die wenigstens können erfolgreich finanziert werden.

Woran liegt das? Zum einen hat sich über die vergangenen Jahre eine gewissen Sättigung eingestellt. Generell sind immer weniger MMOs richtig erfolgreich. Sogar MMORPGs mit einem Millionenbudget wie The Elder Scrolls Online oder Wildstar, hinter denen auch große Publisher stehen, konnten nicht den Erfolg generieren, den sich die die Entwickler erhofft hatten. Daher ist es momentan generell sehr schwierig, ein neues MMORPG zu entwickeln. Daneben muss das richtige Konzept gefunden werden. Viele MMO-Fans wünschen sich beispielsweise Hardcore-Spielerfahrungen wie zu den Anfangszeiten des Genres. Allerdings sind diese Hardcore-Fans nur ein kleiner Bruchteil der Spielerschaft. Richtet man sich mit einem Kickstarter-Projekt an diese Spieler, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass die Kosten, die für ein MMO doch recht hoch sind, nicht gedeckt werden können. Man erreicht schlicht zu wenig Spieler. Casualgamer dagegen sind nicht die Zielgruppe von Kickstarter, da sich diese Spieler meist mit den Games zufrieden geben, welche von großen Publishern veröffentlicht werden.

Spieler wissen zudem, dass es sehr kostspielig ist, ein MMORPG zu entwickeln und anschließend zu betreiben. Ein Studio, welches zu wenig Geld per Crowdfunding haben möchte, könnte damit das Misstrauen der Kunden auf sich ziehen, die sich fragen, wie der Entwickler es schaffen möchte, das Spiel mit diesem geringen Betrag zu Ende zu entwickeln. Wir zu viel Geld verlangt, dann wird dem Entwickler nachgesagt, gierig zu sein.

Single Player Spiele haben es da einfacher. Es scheint, als ob die Entwickler dieser Games besser im Griff hätten, welche Kosten ihr Projekt verursacht und sie mit der Schätzung meist auch recht gut liegen. MMORPG-Entwickler haben auf Kickstarter also keinen leichten Stand. Nur mit einer außergewöhnlichen Idee oder dem wirklich passenden Konzept besteht eine Chance, dass das Projekt die nötige Anzahl von Spielern anspricht und dann auch finanziert werden kann.

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